Getreideuntersaaten zur Erfüllung von Greeningauflagen

Stand: 12/01/2017
Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten für Biogasbetriebe ihre Anforderungen zur Schaffung von ÖVF-Flächen im Rahmen des Greening zu erfüllen. In den häufigsten Fällen kommen hierfür Zwischenfrüchte mit der vorgeschriebenen Aussaat bis zum 1.Oktober eines Jahres in Frage. Eine weitere interessante Alternative ist die Aussaat einer Gräseruntersaat in Wintergetreide. Hierzu wurden in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren mehrere Versuche durchgeführt, allerdings immer mit dem Ziel, den Folgeaufwuchs zu beernten. Im Rahmen des Greenings ist das Ziel einen möglichst unkrautfreien Grasbestand zu etablieren, der durch seinen Aufwuchs noch in der Lage ist Reststickstoff bzw. zulässige Mengen organischer Dünger aufzunehmen und bestenfalls kein zusätzliches Samenpotential an Gräsern schafft. Da es keine festen Saattermine gibt, kann die Untersaat grundsätzlich ab der Aussaat der Hauptfrucht im Herbst, bis spätestens zur Ernte erfolgen. Allerdings steigt das Risiko des Totalausfalls einer Untersaat mit später Aussaat im Frühjahr. Dann kann es im Falle von Kontrollen durchaus zu Problemen kommen.
Mit Fragen wie:
  • Wann ist der richtige Zeitpunkt der Aussaat?
  • Welche Gräserart (Weidelgras oder Rotschwingel) eignet sich am besten oder,
  • gibt es Auswirkungen auf den Ertrag der Hauptkultur,
befasst sich ein in 2017 erstmals durchgeführter Versuch im rheinland-pfälzischen Versuchswesen am Standort in Niederweiler (Eifelkreis Bitburg-Prüm).
Die vorläufigen, einjährigen Ergebnisse lassen noch keine klaren Beratungsempfehlungen zu, jedoch konnte trotz sehr trockener Witterung im Frühjahr 2017 jede Form der Untersaat sowohl im Herbst, als auch im Frühjahr etabliert und nach der Ernte der Hauptfrucht ein lückenloser Bestand gebildet werden. Allerdings hatten die Untersaaten, vor allem aufgrund der Konkurrenz um das wenige Wasser, durchaus einen negativen Einfluss auf den Ertrag des Getreide GPS.
Stand August 2018: Die endgültigen Ergebnisse finden Sie hier.


Sebastian.Thielen@dlr.rlp.de     www.DLR-Eifel.rlp.de drucken nach oben  zurück