Rinder - Vorgaben zur Fütterung

Stand: 07/06/2017
Ökologische Rinderhaltung - Vorgaben zu Futter und Fütterung
Auszug aus den Verordnungen (EG) Nr. 834/2007 und 889/2008

  • Tiere müssen mit ökologischen Futtermitteln gefüttert werden, bei Pflanzenfressern müssen davon mindestens 60 % aus dem eigenen Betrieb stammen oder - falls dies nicht möglich ist- in Zusammenarbeit mit anderen ökologischen/biologischen Betrieben derselben Region erzeugt werden.
  • Konventionell erzeugte Futtermittel sind für Pflanzenfresser nicht zulässig.
  • Maximal 30 % der Trockenmasse dürfen Umstellungsfutter sein, 100 % bei Umstellungsfutter aus eigener Erzeugung.
  • Die Tiere müssen ständigen Zugang zu Weideland oder Raufutter haben. Dabei soll der Anteil an Weidegang möglichst hoch sein.


  • Mindestens 60 % der Trockenmasse in der Tagesration muss aus frischem, getrocknetem oder siliertem Raufutter bestehen.
  • Konventionelle Futterzusätze
- zugelassen sind: Mineralstoffe, Spurenelemente, naturidentische synthetische Vitamine - für Wiederkäuer nur A/D/E, Melasse zur Staubbindung im Mischfutter, Bierhefe, Enzyme, Mikroorganismen gemäß Anhang V und VI
- nicht zugelassen sind: Antibiotika und sonstige Leistungsförderer, synthetische Aminosäuren
  • Auswahl zugelassener Siliermittel konventioneller Herkunft
    Milchsäurebakterien
    Ameisensäure
    Propionsäure
    Sorbinsäure
    Enzyme
    Meersalz, Steinsalz
    Molke
    Zucker
    Melasse
    Getreidemehl
  • Futtermittel müssen gentechnikfrei sein.
  • Kälber müssen während der Säugeperiode, d.h. für eine Mindestzeit von 3 Monaten, mit natürlicher Milch, vorzugsweise mit der Milch der Muttertiere, gefüttert werden.
Stand Januar 2014
Alle Angaben ohne Gewähr





Monika.Wallhaeuser@dlr.rlp.de     www.Oekolandbau.rlp.de drucken nach oben