Der Luftfrischmacher par Exellence- Die Grünlilie

Name:
Chlorophytum: setzt sich zusammen aus dem griechischen C h l o r o s, das für grün steht, wie wir es auch im Chlorophyll finden und p h y t o n: griechisch die Pflanze; c o m o s u m: schopfartig.

Wuchsform und Blüte:
In ihrer Heimat Südafrika am Kap wächst dieses Liliengewächs in tropischen Gebieten und zeigt eine rein grüne Blattfärbung. Bei uns hat sich mehr die weißgestreifte „Variegatum“ Abart durchgesetzt. Als rosettig wachsende Pflanze bildet die Grünlilie lange, schmale Blätter aus, die bis zu 40 cm lang werden können. Aus den Blattachseln treiben Blütenstände, die mit kleineren weißen Sternblüten besetzt sind. Am Ende dieser fast 60 cm langen Blütenschäfte sitzen rosettige Jungpflanzen, die sogenannten Kindel, die den Schaft durch ihr Eigengewicht herabziehen. Diese charakteristische Wuchsform mit der förmlich unerschöpflichen Nachwuchsproduktion gibt der Pflanze ihren Reiz und macht sie zu einem erfrischenden Symbol der Natur im Wohnraum.
Foto: Thal

Standort:
Ihre Robustheit ermöglicht es, sie an fast allen Stellen im Wohnbereich aufzustellen. Jedoch wächst sie bei einem größeren Lichtangebot kräftiger und ihre Blätter knicken dann nicht mehr so leicht. Eine besondere Eignung erweist sie für die Ampelbepflanzung, da dabei ihre langen Blütenschäfte malerisch nach unten hängen. Auch dem Eingangsbereich gibt sie durch ihr frisches Grün eine besondere Note. Ob Nord-, Süd- oder Westlage, alle Fenster sind gleichermaßen für ihre Kultivierung geeignet. Da neuere Versuche der NASA ergaben, daß ihre Blätter Formaldehyd neutralisieren können, empfiehlt es sich sie in Räumen aufzustellen, in denen eine erhöhte Konzentration dieses Schadstoffs vermutet wird.

Pflege:
Auch wer keinen „grünen Daumen“ besitzt, schafft es Grünlilien heranzuziehen, wenn er nur ein paar Hinweise beachtet. Da sie zahlreiche fleischige Wurzeln ausbildet, geben wir ihr einen großen Topf, damit sie im Wurzelbereich ausreichend Platz hat diese Nährstoffspeicherorgane auszubilden. Wird der Topf zu klein gewählt, springen die Pflanzen förmlich aus dem Topf. Diese Speicherungsfunktion erleichtert die Pflege, denn das Gießen kann ruhig einmal eine ganze Woche vergessen werden, ohne daß sie es übelnimmt. Sie ist eigentlich die ideale Pflanze für denjenigen, der öfter verreist. Eine Düngung von 2 g je Liter Wasser alle 4 Wochen reicht aus. Im Winter genügt 1 g/Liter Volldünger alle zwei Wochen. Als Topferde kann jedes Erdgemisch dienen, wenn es nur krankheitsfrei ist. Außer an extrem schattigen Stellen wächst sie überall, wobei die Temperaturen von 8 – 22 °C erreichen sollten. Ein gelegentliches Übersprühen vermeidet Spinnmilbenbefall und steigert die Wachstumsrate.

Die Stecklingsvermehrung läßt sich bei ihr leicht mit den zahlreichen 4 – 6 cm großen Kindeln bewerkstelligen, die einfach nur mit einem scharfen Messer von den Ausläufern abgetrennt werden und dann in ein Torf-Sandgemisch gesteckt werden. Rasch durchwurzeln diese Stecklinge das Substrat und sie kommen dann in größere Töpfe. Braune Spitzen sind auf Unregelmäßigkeiten in der Wasser- und Düngerversorgung zurückzuführen.


juergen.thal@dlr.rlp.de     www.Gartenakademie.rlp.de drucken nach oben  zurück